Fechten

Akademisches Fechten

Seit Einführung der Bestimmungsmensur 1887 pflegen wir das traditionelle studentische Fechten, wie es sich im Laufe des 19. Jahrhundert entwickelt hat. Jeder von uns ficht während seines Studiums mindestens zwei so genannte Partien. Um uns dafür vorzubereiten, trainieren wir regelmäßig in der Gemeinschaft und unter Anleitung eines professionell ausgebildeten Fechtmeisters. Nur nach ausreichender Vorbereitung und viel Training darf man eine Partie fechten.

Mensur

Über das Warum herrschen verschiedene Meinungen, die wie auch die Auffassungen über das Fechten generell dem Wandel der Zeit unterliegen. Bei der Mensur gibt es keine Gewinner oder Verlierer. Ausschlaggebend ist die Haltung: Trotz aller schützenden Bandagen gehört Mut dazu, dem Gleichgesinnten gegenüber zu stehen und es gehört Fairness dazu, sich im Rahmen der vorgegebenen Regeln zu bewegen. Im diesem Sinne kann die Mensur eine selbsterzieherische Aufgabe haben, persönliche Herausforderung und sportliche Erfahrung sein.

Zusammenhalt

Der Bundesbruder vertritt auf der Mensur die Farben seine Bundes. Es ist ein einmaliges Gefühl, es erzeugt tatsächlich eine Gänsehaut, wenn der ganze Bund in diesem Augenblick hinter einem steht, so wie es jedem Sportler ein Begriff ist, der z.B. die Farben seines Landes bei internationalen Wettkämpfen vertritt und dem die Nation die Daumen drückt.

Dabei steht keiner unserer Bundesbrüder für sich alleine auf der Mensur. Jeder, der eine Mensur ficht, ist sich der Unterstützung aller Bundesbrüder sicher, alle fiebern mit, weil sich jeder zuvor in der gleichen Situation befunden hat, weil sich alle gemeinsam auf die Mensur vorbereitet haben. Das schweißt zusammen und verbindet den jüngsten Fux mit dem ältesten Alten Herren.